Prunus spinosa

Schwarzdorn/ Schlehe / Prunellier / Prugnolo / Blackthorne

FAM _ Rosaceae (Rosengewächse)

Garten, Stadt & Wald

Der Schwarzdorn kommt in der Schweiz in kollinen bis montanen Lagen vor. Dort wächst er vor allem in Trockenwälder, an Waldränder und in Hecken. Am besten wächst der Schwarzdorn in trockenen bis frischen Böden, welche eher etwas kalkhaltiger sind. Der Boden sollte des weiteren eine gute Durchlässigkeit besitzen. Der Schwarzdorn kann in der Natur bis zu 3 Meter erreichen.

Insekten, Tiere & alle anderen Vögel

Die Blüte des Schwarzdorn ist schon im April und bietet somit auch den Bienen reichlich Nektar für ihren Frühlingsschmaus. Des weiteren ist der Schwarzdorn eine wichtige Futterpflanze für unzählige Tagfalter, wie zum Beispiel das unglaublich schöne Tagpfauenauge, welche sich auch vom Nektar ernährt. Auch für Käfer wie den glänzenden Rosenkäfer ist er eine wichtige Nahrungsquelle. Die scharfen Dornen des Schwarzdorn bieten vielen Vögel einen sicheren Nistplatz, da sie mit seinen Dornen viele Hauskatzen und andere Gefahren vor der Brut schützen.

Heilkraft & Verwendung

Der Schwarzdorn ist in vielen alten Heiltraditionen und Geschichten vertreten. So hatte man zB. in früheren Zeiten, den Schwarzdorn gebraucht um das Wetter des kommenden Jahres und die Ernte hervorzusagen. Eine alte Bauernregel besagte, dass wenn viele Früchte am Gehölz zu finden sind, der kommende Winter streng sein wird. Auch wurden ganze Hecken aus Schwarzdorn um die Höfe gepflanzt um die Wilden Tiere davon abzuhalten, die Schafe und Schweine zu holen — und Hexen vom Hof fernzuhalten. Auch gab es eine alte Regel die besagte, dass genau auf den Beginn der Blüte zu achten ist, denn so viele Tage, die zwischen der ersten Blüte und dem Georgi-Tag (23.April) liegen, so viele Tage sollte das Getreide reifen, bis es geerntet werden kann.

Küche

Die Früchte des Schwarzdorn sind eher etwas herb und manchmal auch etwas sauer. Sie sollten erst nach dem der erste Frost das Gehölz heimgesucht hat, geerntet werden. Dies, da die Früchte dann etwas an ihren Gerbstoffen verlieren, welche den herben Geschmack verursachen. Die Früchte sind reichaltig an Vitamin C, und wurden schon von Ötzi als Powerfood konsumiert — denn kleine Früchte wurden in seinem Beutel unter dem ewigen Eis gefunden.

Schlehensaft:

Schlehensaft selbst herzustellen braucht etwas Geduld, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Er ist nicht nur schmackhaft, sondern wirkt auch entzündungshemmend und kann bei rheumatischen Erkrankungen, Gelbsucht und Nierensteinen helfen.
Zubereitung Schritt für Schritt:
Schlehen mit kochendem Wasser übergießen und 24 Stunden stehen lassen
Beeren herausfiltern, das Wasser wieder aufkochen und noch einmal über die Schlehen geben
Wiederum 24 Stunden stehen lassen
Diesen Prozess sechs mal wiederholen, von mal zu mal wird der Aufguss dunkler und geschmackvoller
Zum Abschluss für eine längere Haltbarkeit nochmal aufkochen und heiß in Flaschen abfüllen

Literaturquellen & Links

Prunus spinosa

Schwarzdorn/ Schlehe / Prunellier / Prugnolo / Blackthorne

FAM _ Rosaceae (Rosengewächse)

Garten, Stadt & Wald

Der Schwarzdorn kommt in der Schweiz in kollinen bis montanen Lagen vor. Dort wächst er vor allem in Trockenwälder, an Waldränder und in Hecken. Am besten wächst der Schwarzdorn in trockenen bis frischen Böden, welche eher etwas kalkhaltiger sind. Der Boden sollte des weiteren eine gute Durchlässigkeit besitzen. Der Schwarzdorn kann in der Natur bis zu 3 Meter erreichen.

Insekten, Tiere & alle anderen Vögel

Die Blüte des Schwarzdorn ist schon im April und bietet somit auch den Bienen reichlich Nektar für ihren Frühlingsschmaus. Des weiteren ist der Schwarzdorn eine wichtige Futterpflanze für unzählige Tagfalter, wie zum Beispiel das unglaublich schöne Tagpfauenauge, welche sich auch vom Nektar ernährt. Auch für Käfer wie den glänzenden Rosenkäfer ist er eine wichtige Nahrungsquelle. Die scharfen Dornen des Schwarzdorn bieten vielen Vögel einen sicheren Nistplatz, da sie mit seinen Dornen viele Hauskatzen und andere Gefahren vor der Brut schützen.

Heilkraft & Verwendung

Der Schwarzdorn ist in vielen alten Heiltraditionen und Geschichten vertreten. So hatte man zB. in früheren Zeiten, den Schwarzdorn gebraucht um das Wetter des kommenden Jahres und die Ernte hervorzusagen. Eine alte Bauernregel besagte, dass wenn viele Früchte am Gehölz zu finden sind, der kommende Winter streng sein wird. Auch wurden ganze Hecken aus Schwarzdorn um die Höfe gepflanzt um die Wilden Tiere davon abzuhalten, die Schafe und Schweine zu holen — und Hexen vom Hof fernzuhalten. Auch gab es eine alte Regel die besagte, dass genau auf den Beginn der Blüte zu achten ist, denn so viele Tage, die zwischen der ersten Blüte und dem Georgi-Tag (23.April) liegen, so viele Tage sollte das Getreide reifen, bis es geerntet werden kann.

Küche

Die Früchte des Schwarzdorn sind eher etwas herb und manchmal auch etwas sauer. Sie sollten erst nach dem der erste Frost das Gehölz heimgesucht hat, geerntet werden. Dies, da die Früchte dann etwas an ihren Gerbstoffen verlieren, welche den herben Geschmack verursachen. Die Früchte sind reichaltig an Vitamin C, und wurden schon von Ötzi als Powerfood konsumiert — denn kleine Früchte wurden in seinem Beutel unter dem ewigen Eis gefunden.

Schlehensaft:

Schlehensaft selbst herzustellen braucht etwas Geduld, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Er ist nicht nur schmackhaft, sondern wirkt auch entzündungshemmend und kann bei rheumatischen Erkrankungen, Gelbsucht und Nierensteinen helfen.
Zubereitung Schritt für Schritt:
Schlehen mit kochendem Wasser übergießen und 24 Stunden stehen lassen
Beeren herausfiltern, das Wasser wieder aufkochen und noch einmal über die Schlehen geben
Wiederum 24 Stunden stehen lassen
Diesen Prozess sechs mal wiederholen, von mal zu mal wird der Aufguss dunkler und geschmackvoller
Zum Abschluss für eine längere Haltbarkeit nochmal aufkochen und heiß in Flaschen abfüllen

Literaturquellen & Links

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